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Die Lust am Manne

Die Lust am Manne

Olga Wohlbrück

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Die Lust am Manne ist ein kühnes, hellsichtiges Buch – ein Roman über Begehren, Macht und weibliche Selbstwahrnehmung zwischen Enge und Freiheit. In den Bewegungen zwischen Großstadt und Provinz, zwischen Berlin, Frankfurt am Main und dem kleinstädtischen Lörnach, entfaltet sich das innere Drama einer Frau, die liebt, beobachtet und sich den Erwartungen nicht fügt. Als Werk der Neuen Frauenliteratur antizipiert Die Lust am Manne zentrale Motive moderner feministischer Diskurse – ohne programmatisch zu sein, sondern in der Genauigkeit der Beobachtung, der Radikalität des Empfindens und der leisen Beharrlichkeit, mit der eine weibliche Stimme ihr Recht auf Komplexität behauptet.

Olga Wohlbrück gehört zu jenen Frauen der frühen Moderne, deren Leben selbst zum Ausdruck eines kulturellen Aufbruchs wurde. Mit dem Film Ein Mädchen zu verschenken (1913) schrieb sie Filmgeschichte als erste Regisseurin Deutschlands – ein singulärer Akt in einer Epoche, in der weibliche Autorschaft noch um Sichtbarkeit rang. Nach heutigen Maßstäben lässt sich Olga Wohlbrück als Celebrity und Influencerin avant la lettre lesen: eine Frau, die Medien nutzte, Öffentlichkeit formte und mit künstlerischer Selbstverständlichkeit Grenzenüberschritt.

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Hund

Hund – erste künstlerische Position der jungen Künstlerin, Julija Kalinova, über Identität und Erinnerung in Olga Wohlbrücks Werk Die Lust am Manne. Julija erforscht die Grenzen der Welt, in der eine der beiden Protagonistinnen gefangen ist. Der Hund ist für sie ein Vertrauter und ein Betrüger, Objekt der Sehnsucht und Projektionsfläche für Resentiments zugleich. Ein Wesen, das sich nicht wehren kann, wird zum Spielball der emotionalen Auseinandersetzung zwischen den beiden Frauen.

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Dame

Dame - die zweite künstlerische Position der jungen Künstlerin, Julija Kalionva, zu Olga Wohlbrücks Die Lust am Manne. Vorsichtig und leise schreitet die Protagonistin hinter den Vorhängen. Wir sehen ihr Gesicht nicht: Ist das Absicht oder nur Zufall? Julija erforscht auf diese subtile Art die Position der Frauen in ihrer eigenen Domäne – sich in Sicherheit wähnend und zugleich gefangen.

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